The Eidolon (Atari XL/XE, 1985)

Zum ersten Mal kann ich hier was sagen über ein Spiel, das ich noch von früher kenne. The Eidolon habe ich nämlich schon in den 80ern auf dem CPC gespielt. Ich hatte sogar ein Original, so richtig gekauft und so. Allerdings war das Vergnügen von relativ kurzer Dauer, da irgendwann die Diskette defekt war…

Jetzt, knapp dreißig Jahre später, habe ich mich allerdings für die Atari-8-Bit-Version entschieden, denn das ist die ursprüngliche Version, alle anderen (u.a. CPC, C64) sind Portierungen.

The Eidolon ist eines von vier Spielen, die Mitte der 80er von Lucasfilm Games (später umbenannt in Lucasarts) für 8-Bit-Heimcomputer entwickelt wurden. Das waren alles 3D-Spiele, wobei die 3D-Darstellung besser war als alles, was man so bis dahin auf Heimcomputern gesehen hatte. Bei The Eidolon zum Beispiel:

3D mit 64K und 1.78 MHz

3D mit 64K und 1.78 MHz

Ein echter Gewölbekeller, durch den man sich als Spieler völlig frei bewegen kann! Und was man im Standbild nicht sieht: Diese Bewegung ist zwar nicht überragend schnell, dafür aber völlig ohne Ruckeln und Flackern.

Eine Story gibt es natürlich auch: Vor über 100 Jahren führte der geheimnisumwitterte Wissenschaftler Dr. Agon (ja nee, is klar) im Keller seines Hauses rätselhafte Experimente durch, bis er eines Tages auf mysteriöse Weise verschwand. Seitdem stand das Haus leer – bis heute, denn der Spieler (also ich) verirrt sich zufällig dort hin und stolpert dabei über eine seltsame Maschine namens “Eidolon”. Die versetzt mich auch gleich in eine geheimnisvolle Höhle voller Monster.

Zwar fahre ich dann mit diesem Steampunk-Vehikel durch die Gegend, statt mich zu Fuß durchzuschlagen, aber trotzdem geht The Eidolon vom Spielprinzip locker als Ego-Shooter durch. Zuerst einmal gilt es, Munition und Energie in Form von schwebenden goldenen Kugeln einzusammeln. Neben diesen gibt es aber auch noch blaue Kugeln, die nach dem Einsammeln vorübergehend die Zeit anhalten, und rote, die durch die Gänge schwirren und sich durch Beschuss in goldene verwandeln lassen.

Nachdem die Energiereserven genügend aufgeladen sind, geht es daran, die in den Gängen verteilten Monster zu besiegen, wobei auch hier wieder die abgefeuerten Kugeln je nach Farbe unterschiedliche Wirkung entfalten (Verwandlung in ein anderes Monster, vorübergehendes Einfrieren, oder einfach nur eine auf die Zwölf). Eine kleine Auswahl der bizarren Gestalten, die mir bis jetzt begegnet sind:

Jedes abgeschossene Monster hinterlässt einen Diamanten. Um die Energiebarriere am Level-Ende zu überwinden, wird jeweils ein Diamant einer bestimmten Farbe benötigt. Am Ausgang zum nächsten Level wartet dann aber immer noch so ein freundlicher Geselle:

Ein Drachen - Skyrim ist nix dagegen

Ein Drachen als Level-Endgegner – Skyrim kann einpacken

Wildes Geballer ist also bei diesem Spiel eher nicht gefragt, und die Anleitung (einen Scan gibt es hier) sollte man vorher besser auch gelesen haben. Zwar ist das erste Level noch recht einfach, danach steigt aber der Schwierigkeitsgrad merklich an. Über Level 4 bin ich bis jetzt nicht hinausgekommen. Ob das noch etwas wird?

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One thought on “The Eidolon (Atari XL/XE, 1985)

  1. Pingback: Midi-Maze (Atari ST, 1987) | Spezialexperte

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