Cholo (CPC, 1987)

Natürlich bin ich bei The Eidolon nicht mehr weitergekommen. Der Endgegner vom 4. Level erledigt mich jedesmal. Wie überhaupt die meisten klassischen Actionspiele offenbar zu schwer sind für mich, richtig gewonnen oder komplett durchgespielt habe ich selbst damals in den 80ern wenn überhaupt dann nur ganz ganz wenige. Deshalb kann ich über das Geweine der Hardcore-Gamer, die sich beklagen, dass die modernen Spiele alle viel zu leicht sind, nur lachen. Bei aktuellen Ego-Shootern vom Schlag eines Medal of Duty: Modern Ops o.ä. komme ich wenigstens auch mal auf einen grünen Zweig, anstatt vor Wut den Controller an die Wand werfen zu müssen.

Wie auch immer, Zeit für ein anderes Spiel. Cholo ist ein weiteres Spiel, dass ich zu meiner Home-Computer-Zeit nie gespielt habe – an dieses Cover erinnere ich mich aber dunkel:

Cholo

Erstmal die Story: Nach einem Atomkrieg sitzen die letzten Überlebenden in ihrem Bunker und warten, bis die Oberfläche wieder bewohnbar ist. Als es dann jedoch so weit ist, die böse Überraschung: Die Bunker-Tür geht nicht auf! Der einzige Kontakt mit der Außenwelt läuft über einen kleinen ferngesteuerten Roboter, einen Ratdroid, der sich durch die verlassene Stadt bewegen lässt. Mit dessen Hilfe muss ich jetzt eine Möglichkeit finden, den Bunker von außen zu öffnen, wobei mich diverse andere Roboter, die vom Sicherheitssystem der Stadt gesteuert werden, daran hindern wollen. Glücklicherweise kann ich die Kontrolle dieser feindlichen Roboter übernehmen und mir ihre jeweiligen Fähigkeiten zunutze machen.

Cholo

Die Umgebung wird in 3D-Vektorgrafik gezeigt, die leider ziemlich langsam ist. Deshalb läuft das ganze Spiel auch eher gemächlich ab. Durch diese Stadtlandschaft kann sich der Spieler völlig frei bewegen – heutzutage würde man Cholo wohl als Sandbox-Game bezeichnen. Als kleine Starthilfe sind die ersten zu unternehmenden Schritte im Manual aufgeführt:

Das Spiel beginnt in einem Gebäude, in einem der Nebenräume befindet sich ein Terminal, um auf den Hauptcomputer namens Cyber1 zuzugreifen. Durch vorsichtiges Dagegenfahren kann ich mich einloggen und eine Passwortliste in einen der vier Speicherplätze des Ratdroid herunterladen.

Die Passwortliste

Die Passwortliste

Danach kann ich mich aus dem Gebäude ins Freie begeben. Dort fährt zufälligerweise gerade ein Hacker-Bot vorbei, den ich durch Beschuss mit meinem Laser vorübergehend außer Gefecht setzen kann. Solange der bewegungsunfähig ist, kann ich wieder vorsichtig dagegenfahren, um mich zu verbinden. Sobald ich durch Probieren das richtige Passwort herausbekommen habe, habe ich diesen zweiten Roboter unter meine Kontrolle gebracht. Zwischen meinen beiden Blechkameraden kann ich fortan beliebig hin- und herwechseln.

Und da hängt es jetzt erst mal. Nicht weil ich irgendwelche Schwierigkeiten mit den Gegnern hätte – die anderen Roboter scheinen mir nicht gerade unbesiegbar zu sein, ich konnte schon einige übernehmen (darunter sogar ein Flugzeug), ein paar habe ich gleich ganz zu Klump geschossen. Nein, ich habe im Augenblick einfach gar keinen Plan, was jetzt zu tun ist; der Rettung der Bunkerinsassen bin ich bis jetzt wahrscheinlich keinen Schritt näher gekommen.

Ich habe ein Flugzeug entführt.

Ich habe ein Flugzeug entführt.

Ein paar unsortierte Punkte noch:

  • Die verdeckten Linien der 3D-Objekte werden nicht unterdrückt. Bei Starglider oder Elite ist das kein Problem, hier stört das aber doch schon, da ich nicht nur die Vorderseite der Gebäude, sondern gleichzeitig auch die Rückseite und teilweise das Innere sehen kann. Dadurch wird die Darstellung leicht verwirrend.
  • Es gibt zwar eine Karte, aber ich habe immer noch Schwierigkeiten, die abstrakten Formen auf dem Bildschirm mit dem in Übereinstimmung zu bringen, was mir die Karte sagt.
  • Ab und zu werde ich beschossen, kann aber im Liniengewirr in der Ferne nicht ausmachen, wo die Schüsse herkommen.
  • Es sind verschiedenfarbige Linien und geometrische Formen auf dem Boden zu sehen, über die ich (meistens) hinwegfahren kann. Ich konnte aber noch nicht herausbekommen, was diese zu bedeuten haben (Bordsteinkante? Blumenbeet? Straßenrand?). Das ist schlecht, weil die Stadt an der Küste und an einem Fluss liegt und meine Roboter nicht schwimmen können.

Mal schauen, ob ich noch herausbekomme, was zu tun ist…

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