Projekt PC2014

Mein guter alter PC hat ja schon seit einiger Zeit so seine Mucken. Die USB-Kabel beispielsweise schaue ich lieber nicht zu scharf an, denn schon bei der kleinsten Störung verliert der Computer gerne mal die Verbindung zu den USB-Geräten. Bei einer externen Festplatte, die gerade in Benutzung ist, ist das eher nicht so gut.

Aber so langsam geht es wohl endgültig zu Ende. An einem Abend ein paar Tage vor Weihnachten stürzen plötzlich ohne Vorwarnung mehrere Programme ab, darunter auch ein paar, die für den Gnome-Desktop gebraucht werden. Seitdem habe ich den ganzen Kram nicht mehr zum Laufen bekommen, nicht einmal durch eine Neuinstallation der betreffenden Programme. Schon der Display Manager weigert sich zu starten, was bedeutet, dass ich überhaupt kein X mehr habe. Stattdessen setzt es Segfaults und lustige Fehlermeldungen über “unknown exit codes”. Und gelegentlich den einen oder anderen CRC-Fehler beim Lesen von der Festplatte. Und die syslog-Datei wird vollgeschrieben mit Berichten über das ständige Trennen und Wiederverbinden der USB-Maus.

Mit Linux sieht es also zur Zeit eher schlecht aus. Meine Windows-XP-Installation macht da oberflächlich gesehen noch einen besseren Eindruck, immerhin gibt es keine Fehlermeldungen. Stattdessen friert aber der Computer in anscheinend zufälligen, nicht reproduzierbaren Abständen einfach komplett ein. Immerhin läuft die Kiste noch so weit, dass ich meine wichtigen Dateien in Sicherheit bringen konnte.

Vielleicht könnte ich ja sogar, wenn ich mir ein bisschen Mühe geben würde, die Ursachen für all diese Probleme finden und das alles reparieren. Aber ich habe festgestellt, dass ich meinen PC im Februar 2005 zusammengeschraubt habe. Das Ding ist also fast genau neun Jahre alt und läuft seitdem ohne große Änderungen oder Aufrüstaktionen. Nach all dieser Zeit kann dann doch auch mal etwas Neues her.

Den Kaktus und die Kerzen habe ich damals nicht eingebaut.

Den Kaktus und die Kerzen habe ich damals natürlich nicht mit eingebaut.

Heutzutage ist ja alles ein “Projekt”. Wenn jemand im Baumarkt einkaufen geht und anschließend den Jägerzaun mit Holzschutzmittel imprägniert, ist das ein “Projekt”. Wenn “Kreative” mittels Kickstarter Geld einsammeln für irgend einen Firlefanz, ist das ein “Projekt”. Mein “Projekt” ist es dann eben, mir einen neuen PC zusammenzubasteln.

Also habe ich die Weihnachtsferien damit verbracht, mich zu informieren. Ich bin ja gar nicht mehr auf dem Laufenden, was man heutzutage so an Komponenten verbaut. Ich brauche keinen dieser völlig übertriebenen “Gamer-PCs” mit zwei fetten Grafikkarten und Übertaktung. Außerdem habe ich kein eigenes Kraftwerk im Keller für den Strom, den so ein Ding frisst. Nein, ich möchte einen soliden Allround-PC für alles, was so anfällt: Ein bisschen arbeiten, also Office-Kram, Surfen, etwas Multimedia-Zeug, gerne in HD, und ab und zu mal ein halbwegs aktuelles 3D-Spiel mit akzeptabler Framerate. Und idealerweise hält der wieder so lange wie das letzte Gerät.

Zum Glück hat die c’t – ebenfalls kurz vor Weihnachten – ein paar Bauvorschläge für unterschiedliche PCs veröffentlicht. Der “11-Watt-PC” scheint mir eine gute Ausgangsbasis zu sein für das, was ich will. Ich habe mir die entsprechenden Artikel als PDF gekauft, also kann’s jetzt so langsam losgehen. Deshalb habe ich allerdings in nächster Zeit nicht mehr so viel Zeit für die nächsten alten Spiele…

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