Backlog143:Blitzkrieg

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System: Windows
Release-Datum: 2003
Entwickler: Nival Interactive
Zeit: 33:53 h

Jawoll, seit ich hier das letzte Mal regelmäßig etwas geschrieben habe, habe ich 142 Spiele gespielt, Blitzkrieg ist Nummer 143.

Vor Kurzem gab es das Teil kostenlos bei GOG, und das ist die Version, die ich jetzt gespielt habe.

Wie der Name vermuten lässt, geht es um den Zweiten Weltkrieg, und zwar in Form von Echtzeit-Strategie. Zu Beginn lassen sich neben einem ausführlichen Tutorial drei verschiedene Kampagnen auswählen – die West-Alliierten, die Sowjetunion und Deutschland.

Jede Kampagne ist wiederum in mehrere Kapitel unterteilt, die jedes einem bestimmten Feldzug oder einer bestimmten Phase des Kriegs gewidmet sind, zum Beispiel dem Afrika-Feldzug, der Landung in der Normandie, der Ardennen-Offensive oder wie hier dem Kampf um Stalingrad:

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Zu Beginn jedes Kapitels gibt es eine mehr oder weniger ausführliche Beschreibung der strategischen “Großwetterlage”, anschließend kann die nächste Mission ausgewählt werden, deren Ziele noch mal genauer beschrieben werden. Meist muss etwas erobert werden, zum Beispiel ein vom Feind besetztes Dorf, eine Eisenbahnbrücke (die unbedingt unversehrt bleiben sollte), oder den feindlichen Stützpunkt. Gelegentlich muss auch ein Hinterhalt gelegt, ein feindlicher Großangriff abgewehrt oder – zum Glück relativ selten – ein unbewaffneter Transport eskortiert werden.

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Vor dem Start der Mission wird noch einmal eine Karte gezeigt mit der Position der einzelnen Ziele:

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Außerdem lassen sich Informationen über die im Spiel vorkommenden Einheiten abrufen. Dabei werden mitunter die Entwicklung und die Eigenschaften des verschiedenen Kriegsgeräts sehr ausführlich dargestellt. Eine interessante Lektüre ist es auf jeden Fall.

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Das eigentliche Schlachtfeld wird in einer isometrischen Ansicht dargestellt, und zwar bei der GOG-Version in einer Auflösung bis 1600×1200. Die Felder, Straßen, Wälder, Städte usw. werden in einer wunderbar detaillierten Grafik gezeigt – das hat etwas von Modelleisenbahn.

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Anders als bei den meisten anderen Echtzeit-Strategiespielen gibt es hier keinen eigenen Stützpunkt zu verteidigen. Es müssen auch keine Ressourcen gesammelt oder Gebäude gebaut werden. Das einzige, was Ressourcen-Management nahekommt, hat mit den überall auf der Karte verteilten Nachschub-Depots zu tun. Diese werden am Anfang jeder Mission zum Großen Teil von feindlichen Einheiten bewacht und müssen erobert werden. Um eigene Einheiten zu reparieren oder deren Munitionsvorräte wieder aufzufüllen, müssen Support-Trucks zwischen dem nächsten Depot und dem Einsatzort pendeln. Je mehr eigene Depots, umso kürzer sind also die Wege und umso schneller ist das alles erledigt.

Da ich kein Taktik-Genie bin, habe ich für alle Kampagnen den einfachsten Schwierigkeitsgrad gewählt. Die Missionen laufen eigentlich immer nach dem gleichen Schema ab: Erst aufklären, dann sturmreif schiessen, und zum guten Schluß stürmen.

Die Aufklärung erfolgt am besten durch einen Scout oder durch ein Aufklärungsflugzeug. Beim Scout handelt es sich um ein einzelnes Männeken, das sich meist im Gebüsch versteckt und mit dem Fernglas einen besonders weiten Ausblick auf das Schlachtfeld hat. Aufklärungsflugzeuge dagegen kreisen für kurze Zeit über den feindlichen Stellungen – wenn sie nicht sowieso vorher von feindlichen Jägern oder Flugabwehr vom Himmel geholt werden. Beide Möglichkeiten verraten einem jedoch die genaue Position der feindlichen Stellungen.

Im nächsten Schritt werden dann diese Positionen aus sicherer Entfernung mit der Artillerie oder Bombern aufs Korn genommen. Sobald der Boden genug umgegraben worden ist, werden die zuvor zusammengezogenen Panzer ins Gefecht geschickt, um die verbleibenden feindlichen Einheiten zu erledigen. Diese Taktik funktioniert zumindest im einfachsten Schwierigkeitsgrad eigentlich immer.

Gelegentlich muss auch mal verteidigt werden. Hier haben sich meine Truppen in Schützengräben und Bunkern verschanzt, während meine Panzer und Panzerabwehr sich eingegraben haben und den feindlichen Ansturm erwarten. Da ich immer besonders darauf achte, die gegnerischen Aufklärungsflugzeuge möglichst rasch abzuschiessen, bleibt der Artillerie nicht viel anderes übrig, als relativ ungezielt grob in meine Richtung zu feuern, was natürlich nicht viel Schaden anrichtet.

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Nach dem Ende der Mission wird die eigene Performance anhand verschiedener Kriterien (u.a. eigene und gegnerische Verluste, Dauer der Mission,…) bewertet und gegebenenfalls mit Orden und Beförderungen belohnt. Die meisten Orden habe ich mir ausgerechnet als Nazi-Offizier verdient:

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Wenn man so schön zu Erfolgserlebnissen kommt, dann ist natürlich auch die Motivation da, nur noch mal “ganz schnell noch” die nächste Mission zu spielen. Und deshalb habe ich dann auch alle drei Kampagnen in ein paar Wochenendsitzungen durchgespielt.

Und daher auch beide Daumen hoch für dieses prima Spiel.

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